03.05.20 | rixdorfer friedhöfe

trauerhalle friedhof columbiadammich habe mir vorgenommen, in der nächsten zeit alle friedhof in nordneukölln oder – historisch exakter – in der ehemaligen stadt rixdorf besuchen und besichtigen zu wollen, unabhängig ihrer vermeintlichen oder tatsächlichen schönheit oder attraktion. in den letzten zwei wochen habe ich mir vier friedhöfe angesehen.
immer mehr begräbnisflächen und ganze anlagen werden entwidmet. die klassische erdbestattung ist fast zur seltenheit geworden, und momentan werden die gräber aus der zweiten hälfte des 20. jahrhunderts abgeräumt.
mein augemerk gilt also der teils verlorengehenden trauer- und begräbniskultur und dem umgang damit in den späteren jahrzehnten oder jahrhunderten, sie spiegelt – manchmal auch unbewusst – die gesellschaftlichen, sozialen und politischen verfasstheiten.
auch im bezug auf die stadtentwicklung sind friedhöfe interessant, in neukölln waren erst sie da, die stadt wuchs über sie hinweg, oftmals verbunden mit “gebietsverlusten. fast jedesmal, wenn ich mir einen neuen friedhof ansehe, stelle ich fest, dass die stadt von ihm aus betrachtet anders aussieht: es ergeben sich neue aus- und einblicke.
nicht zuletzt sind friedhöfe aber auch oft sehr friedvolle und also erholsame orte.
bei meinen touren entstehen einige fotos, die vor allem dokumentieren und mir optische notizen sein sollen. ich poste sie in loser folge auf meiner facebook-seite, einige besondere aber auch in jemands instagram-blog.
das foto zeigt das innere der historischen trauerhalle des friedhofs columbiadamm, gewisserweise auf dem tempelhofer feld. es ist aufgenommen durch leicht eingefärbtes strukturglas.

#artbackgroundstory

maurus knowles03.05.20 | rixdorfer friedhöfe